Mein Ur-Urgrossvater ( Altvater) Joh. Christian Hartmann, der zuerst Wandermusikant war und später Kapellmeister und Gastwirtschaftsbesitzer http://www.harti.com/ahnen/per00019.htm hat 1851 in Christburg, Kreis Stuhm geheiratet und sich dort niedergelassen und später in Portschweiten, Kreis Stuhm ein Grundstück und eine Gastwirtschaft besessen. Er war Wandermusikant und kam eigentlich aus Hundeshagen, Eichsfeld (heutiges Thüringen) und lernte seine Frau auf der Wanderschaft wohl in Christburg kennen. Aus seiner Ehe mit Julianna Julie Kobielski, verh. Hartmann, http://www.harti.com/ahnen/per00032.htm sind 6 Kinder entstanden, ein Sohn davon, der Hugo Hartmann, mein Urgrossonkel, hat 1902 das Westpreußenlied in Marienburg komponiert, was heute immer noch von den Vertriebenenverbänden gesungen wird. Dieser Hugo Hartmann,siehe: http://www.harti.com/ahnen/per00149.htm wurde am 12.03.1862 in Portschweiten, Kreis Stuhm geboren. Zuerst war er 1885 in Stegers, Kreis Schlochau, Lehrer und ging dann später um 1900 herum nach Marienburg. Dort war er katholischer Organist und Musiklehrer an der katholischen Gemeindeschule in Marienburg, er selbst war auch katholisch. Er hat in der St.Johanniskirche (neben der Marienburg) Orgel gespielt. Seine Frau hiess Maria oder Marie Hartmann, geb. Panske. Sie haben bis zum Tode von Hugo in Marienburg in der Rittergasse 6 gewohnt. (Gegenueber der St.Johanniskirche ! Vielleicht eine Kirchenwohnung ? ) Hugo ist am 19.06.1907 an einer Lungenkrankheit gestorben. Er wurde auf dem katholischen Friedhof "Grosse Geistlichkeit" in Marienburg bestattet. Dieser Friedhof wurde schon in den 20er Jahren umgelegt wegen Bauarbeiten an der Eisenbahnstrecke und dabei wurde das Grab dann nicht mehr mit umgebettet. Hier ein Bild, wo früher der Friedhof Grosse Geistlichkeit lag: http://www.harti.com/hugo_hartmann/friedhof_GG_1907.gif Er hatte auf alle Faelle einen Sohn namens Bruno Hartmann, der ca. um 1900 bis 1905 geboren sein muss. Das habe ich noch nicht genau herausbekommen. Hugo hat das Westpreussen-Lied 1902 komponiert zusammen mit dem Texter Paul Felske, um ca. 1920 widmete Ihnen der Buergermeister Pawelcik von Marienburg das Hartmann-Felske Denkmal ( 2 Findlinge mit den eingravierten Anfangsnoten des Westpreussenliedes) im Stadtgarten von Marienburg zur Ehre fuer das Westpreussennlied. Diese Fotos sind hier zu sehen: http://www.harti.com/hugo_hartmann/hartmann-felske_denkmal01.jpg http://www.harti.com/hugo_hartmann/hartmann-felske_denkmal02.jpg Hier ist ein Bild, wo sich das Denkmal befunden hat auf einer heutigen Karte: http://www.harti.com/hugo_hartmann/hartmann-felske-denkmal.gif In einem alten Liederbuch findet man folgenden Text über das Westpreussenlied: "Das 1901 von Paul Felske, LEHRER IN MARIENBURG, gedichtete und im folgenden Jahr (1902) vom DORTIGEN ORGANISTEN HUGO HARTMANN vertonte Lied wurde im Abstimmungskampf des Jahres 1920 (als man dem Reich Teile von Westpreußen raubte) zur Volkshymne." Ausserdem gibt es alte Liederbücher, eine Klavierschule, eine Violinschule und Notenbuch-Bearbeitungen von Volksliedern, Klavierstücken und andere Sachen von Hugo Hartmann. Er muss in seinen letzten Jahren in Marienburg sehr fleissig gewesen sein. Die gescannten Frontseiten dieser Bücher kann man unter http://www.harti.com/hugo_hartmann einsehen. Titel dieser Bücher sind z.B. Volkslieder / Liederbücher mit Noten. Hartmann, Hugo: 248 Volks- Kommers- und Wandervogellieder für Violine oder Mandoline von Hugo Hartmann. Leipzig o.J., Teich. 62 Seiten, 4° Broschur. ( Zustand: leichte Gebrauchsspuren). K.: Neue revidierte und vermehrte Auflage. ---- Volkslieder / Liederbücher mit Noten. Hartmann, Hugo: 266 Volks-, Kommers- und Wandervogellieder für Klavier von Hugo Hartmann. Leipzig o.J., Teich. 108 Seiten, 4° Originalkarton. ---- Hartmann, Hugo. 266 Volks-, Trink- u. Wanderlieder für Klavier. Alle Lieder mit überlegtem deutschen Text. Darmstadt, Teich (um 1965). 4°. 109 Seiten. Farbig illustrierter Originalkarton. [Umschlagillustrator Willy Herzig]. - Sehr gut erhaltenes, neuwertiges Exemplar. ---- Donizetti. Lucretia-Borgia. Ouverture zur Oper. Für Klavier zu 2 Händen (Hugo Hartmann). Berlin, Kunz, um 1910. Gr.-4°. 5 Seiten. Lith. Einzelausgabe. - Wohlerhalten. - [SW: Einzelausgabe(n), 0034 Klavier zu 2 Händen; 19. Jahrhundert; Musik; Musikdruck/Noten] ---- Kreutzer, Konradin. Schäfers Sonntagslied (Das ist der Tag des Herrn). Für Klavier zu 2 Händen (Hugo Hartmann). Berlin, Kunz, um 1910. 4°. 3 Seiten. Illustrierte Einzelausgabe. (Wenige Einrisse). - Gut erhalten. - [SW: Einzelausgabe(n), 0034 Klavier zu 2 Händen; 0048 Illustrierter Musikdruck; 19. Jahrhundert; Musik; Musikdruck/Noten] ---- Weber, Carl Maria von. Aufforderung zum Tanz. Walzer. Ausgabe für Klavier zu 4 Händen. Arrangiert von Hugo Hartmann. Berlin, Kunz [VN A.K.V.B. 4332-35] (um 1912). 4°. 15 Seiten. Illustrierte Einzelausgabe. (Deckel am Rücken verklebt und mit Randeinrissen und fleckig. Innen fingerfleckig). - Trotz Alters- und Gebrauchsspuren durchaus praxistauglich. [SW: Einzelausgabe(n), 0035 Klavier zu 4 Händen; 19. Jahrhundert; Musik; Musikdruck/Noten] ---- Hartmann, Hugo. 266 Volks-, Trink- und Wanderlieder. Ausgabe für Klavier. Klavarskribo: Diagramm-Notentext (= eine Art Tabulatursystem für Klavier). Mit beigefügtem Text. Holland, Klavarskribo Slikkerveer 1962. 4°. 180 Seiten. Farbig illustrierter Originalkarton. - Wohlerhalten und frisch. ---- Orgelklänge : 135 Orgelstücke in allen gebräuchlichen modernen Tonarten / hrsg. von Hugo Hartmann . - 7. Aufl. . - Augsburg : Böhm , [ca. 1960] . - 62 S. Ich hoffe, ich finde noch Hugo Hartmanns Familie, also den Sohn und eventuell dessen Kinder. Vielen Dank. Gruss, Stefan Hartmann Hallo, hier kommt noch eine neue Info über Paul Felske aus dem Buch: Altpreussische Biographie von Klaus Bürger Husum Band 5, 1. Lieferung im Elwert Verlag Marburg/Lahn 2000 Seite 1577: Felske, Paul, Lehrer und Lyriker. Geb. Groß Ksionsken, Kreis Briesen, später umbenannt in Hohenkirch, Kr. Briesen, 28. oder 8.1.1838 ? , gestorben in Marienburg am 12.12.1914, evangelisch. Vater war Besitzer eines kleinen Bauernhofes in Hohenkirch ( damals Kr. Groß Ksionsken), Mutter , geb. Thoms. stammte aus dem Nachbarkreis Strasburg . - oo Luise Lellis. Seine Frau starb, bevor Felske nach Marienburg zog. Ein Kind aus dieser Ehe starb wahrscheinlich im zarten Kindesalter. Felske wuchs unter 7 Brüdern und einer Schwester auf. Als 17 jähriger verlor er seine kränkliche Mutter. Die finanzielle Lage der Familie ließ nur zu, daß er als einziger seiner Geschwister den Lehrerberuf wählen durfte, alle anderen mußten ein Handwerk erlernen. Nach der pädagogischen Seminarausbildung in Marienburg ( 1856-59) wurde er nach einer ersten Anstellung in Konitz, Dorflehrer in Kalthof bei Marienburg. Dort blieb der bei seinen Schülern und Dorfbevölkerung beliebte Lehrer bis zu seiner Pensionierung. Danach zog er nach Marienburg, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Er starb im Alter von 76 Jahren und fand auf dem aus der Ordenszeit stammenden Jerusalemer Friedhof seine letzte Ruhe. Die Beschaulichkeit des Dorfes hat ihn zum Dichten angeregt. Über seine Tätigkeit als Lehrer gibt es keine Gedichte, wohl aber über seine persönlichen Empfindungen, seine häusliche Umgebung, den Garten, den Wald, die Tiere und vor allem über Bienen, denn er war Imker. Seine Verse weisen ihn als einen religiösen vaterlandsliebenden Menschen aus. Wie im gesamten deutschen Osten versuchten um 1900 auch westpreußische Lehrer und Schriftsteller Heimathymnen zu dichten. 1901 verfasste Felske einen dreistrophigen Text: Westpreußen, mein lieb Heimatland, wie bist du wunderschön..., den sein Marienburger Kollege, der Musikpädagoge Hugo Hartmann, 1902 vertonte. Bald darauf wurde das Lied bei der katholischen Schulgemeinde auf einer Schulfestlichkeit erstmals öffentlich gesungen. Darauf erwarb es der Marienburger Männergesangsverein zu wiederholten Aufführungen, die zur schnellen Verbreitung dieser Neuschöpfung ebenso beitrugen, wie 1907 die Aufnahme in das Liederbuch des Ostmarkvereins. Dadurch wurde dieses Lied im Weichselland bekannt. In der Zeit der Volksabstimmung von 1920 im nordöstlichen Landesteil und nach der Vertreibung aus der angestammten Heimat gelangte das Lied zur besonderen Bedeutung: Es wurde zur Hymne des Landes, zum Heimatlied der Westpreußen. Quellen: Gertrud Stendal Die Heimathymnen der preuß. Provinzen und ihrer Landschaften, Heidelberg 1919, S.178-180 Bernhard Pawelcik: Fünfzig Jahre Westpreußenlied, in der Westpreuße, Jg. 2, 1950, Nr. 10.S.10, W.G. Der Dichter unseres Heimatliedes, in der Westpreuße,Jg. 3, 1951, Nr.9 , S.9 Harry D. Schurdel: Westpreußen mein lieb Heimatland. Ein Beitrag zur Geschichte des Westpreußenliedes in der Westpreuße, Jg. 44, 1992, Nr. 11 S.12 Hugo Rasmus: Vom Volksliedgut in Westpreußen.. Eine historsiche übersicht ( Quellen u. Darstellungen zur Geschichte Westpreußens, 29) Münster 1997, Register ( Bild S. 62) und S.178 Fritz Naunheim: Das Schullehrerseminar in Marienburg in Westpreußen, 1812-1923. Die Zeit von 1855-1865 , in APG, N. F.Bd. 23, Jg. 41, 1993, S.302 ===== Bei Gelegenheit werde ich auch noch den Rest über Hugo Hartmann zusammenschreiben, was ich alles noch habe z.B. private Erinnerungen von einem Schüler von Hugo Hartmann, dem Willy Kempner, der bei Hugo Hartmann im Schulchor gesungen hat....,etc... und das bei der Marienburger Zeitung als Artikel versuchen zu veröffentlichen. Viele Grüsse aus Berlin. Stefan Hartmann. ---- Dipl. Ing. Stefan Hartmann Hartmann Multimedia Service www.harti.com Keplerstr. 11 B, 10589 Berlin, Germany email: harti@harti.com ----- Original Message ----- From: "Stefan Hartmann" To: ..... Sent: Thursday, October 21, 2004 3:13 AM Subject: Re: Westpreußen-Lied Texter Paul Felske > Hallo Herr ....... > habe jetzt nochmal in dem Buch nachgelesen und 2 neue Bilder > eingescannt ! > > Hier die Herkunft von Paul Felske: > Paul Felske, Geboren 1838 in Hohenkirch, Kreis Briesen, Gest. 1914 in Marienburg. > Er war Lehrer in Kalthof bei Marienburg. Zog nach seiner Zurruhesetzung nach Marienburg. > > Diese Webseiten haben noch was über die Familie Felske: > > > http://private.freepage.de/cgi-bin/feets/freepage_ext/41030x030A/rewrite/olafschmidt/html/d0002/g0000044.html#I1376 > http://members.aol.com/gmknopp/genealogy/wpru.htm > http://www.philippent.de/ > > ---- > Dipl. Ing. Stefan Hartmann > Hartmann Multimedia Service www.harti.com > Keplerstr. 11 B, 10589 Berlin, Germany > email: harti@harti.com >